Altersvorsorge

Beschluss des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz

Mit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz (AltvVerbG) sollen Neuregelungen insbesondere für die Basisrente, Riester-Rente und Wohn-Riester eingeführt werden. In den Gesetzesentwurf des Bundestags zum Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz wurden hierfür unter Andrem folgende Inhalte aufgenommen:

Basisrente (Rürup)

  • Die förderfähige Höchstgrenze für Beitragsaufwendungen zur Basisversorgung, zu der neben der Rürup-Rente beispielsweise auch die gesetzliche Rente zählt, soll von 20.000,- € auf 24.000,- € angehoben werden. Die angepasste Förderhöchstgrenze soll darüber hinaus bereits für dieses Jahr gelten. Somit könnte für den Veranlagungszeitraum 2013 ein Beitragsanteil von bis zu 18.240,- € (aktuell 15.200,- €) steuermindernd geltend gemacht werden.
  • Des Weiteren soll ab 2014 eine  Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsabsicherung mit lebenslanger Leistung ebenfalls steuerlich gefördert werden.

Riester-Rente

  • Im Rahmen der Riester-Rente können anstatt 15% künftig 20% der Beiträge* für Altersvorsorge-Verträge zur Absicherung der Erwerbsminderung verwendet werden.
    * Gesamtbeiträge abzüglich der Aufwendungen für die Beitragserhaltungsgarantie

Wohn-Riester

  • Zur Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums während der Ansparphase, soll die Entnahme von bestehenden geförderten Altersvorsorgevermögen künftig jederzeit möglich sein. Bisher ist die Kapitalentnahme während der Ansparphase nur zum Erwerb bzw. Bau oder zur Entschuldung einer selbst genutzten Wohnimmobilie im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang möglich. Danach steht das Guthaben des Altersvorsorgevertrags erst zu Beginn der Auszahlungsphase wieder für wohnwirtschaftliche Zwecke zur Verfügung.
  • Des Weiteren soll die Einmalbesteuerung des Wohnförderkontos während der gesamten Ablaufphase möglich sein. Das in der Wohnimmobilie gebundene Kapital wird während der Ansparphase dem Wohnförderkonto fiktiv zugeführt. Steuerpflichtige haben aktuell nur zu Beginn der Ablaufphase die Wahl, das steuerlich geförderte Kapital in laufenden Raten, oder einmalig zu lediglich 70%, mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern. Die Neuregelung bietet über den gesamten Zeitraum der Ablaufphase die Möglichkeit, das auf dem Wohnförderkonto noch vorhandene Kapital günstiger einmalig zu versteuern.
  • Ein weiterer Steuervorteil ergibt sich durch die Absenkung der Wohnförderkontoverzinsung von 2% auf 1%. Der in der Ablaufphase zu versteuernde Betrag ergibt sich aus den Eigenleistungen und den Zulagen, die dem Wohnförderkonto zugeführt werden sowie dessen jährliche Verzinsung. Mit Reduzierung des Zinssatzes vermindert sich auch der später zu versteuernde Betrag.
  • Das Eigenheimrentengesetz sieht die Nutzung des Vermögens aus einem Riester-Vertrag für den Erwerb, den Bau oder die Entschuldung selbst genutzten Wohneigentums vor. Künftig soll die Wohn-Riester-Förderung darüber hinaus auch  für Modernisierungen auf Barrierefreiheit verwendet werden können.
  • Einige Lebenssituationen wie zum Beispiel in Beruf oder Familie erfordern einen Wechsel des Wohnorts. Für diesen Fall berücksichtigt das AltvVerbG längere Fristen beim Verkauf und Re-Investition des bereits geförderten Kapitals in Wohneigentum

Produktübergreifende Regelungen

  • Für alle Produktgruppen der geförderten privaten Altersvorsorge wird ein Produktinformationsblatt eingeführt. Darin sollen detaillierte Informationen zum Produkt, wie beispielsweise die Angabe der Vertragskosten, transparent und leicht Verständlich dargestellt werden. Verbraucher haben somit die Möglichkeit, Produkte direkt miteinander vergleichen zu können

In Kraft treten des Gesetzes

Das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz bedarf zunächst der Zustimmung des Bundesrats. Dieser wird sich voraussichtlich ab dem 01. März 2013 damit befassen. In Kraft treten soll das Gesetz zum 01. Juni 2013

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